Fahrhinweise zu OttoChrom ́s Klassikern

Oldtimer unterscheiden sich in der Bedienung mitunter stark von modernen Autos. Auch verhält sich ein altes Auto bei unterschiedlichen Witterungen anders.

Natürlich macht genau dies den Reiz eines Oldtimers aus – solange man immer im Hinterkopf behält, daß die Technik eben noch bei weitem nicht so weit fortgeschritten war wie bei einem aktuellen Modell:

  • Alte Autos sind empfindliche Maschinen. Wenn etwas nicht funktioniert, ist meistens eher Gefühl als rohe Gewalt gefragt. Gönnen Sie zum Beispiel einem 50 Jahre alten Automatikgetriebe eine Gedenksekunde, um den Gang einzulegen, bevor Sie Gas geben. Bei einem Schaltgetriebe darf gerne der Umweg über den Leerlauf genommen werden und nicht in Formel1-Geschwindigkeit der Wahlhebel durchgeschaltet werden.
  • Frühe Bremsanlagen sind deutlich schwächer dimensioniert als moderne Bremsen. Die Bremswege sind viel länger als man sie von modernen Autos kennt. Halten Sie daher unbedingt einen deutlich größeren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug! Man muss - aufgrund oft nicht vorhandenem Bremskraftverstärker - mehr Kraft zum Bremsen aufwenden, als man vom eigenen Auto gewöhnt ist. Viele OttoChrom-Oldtimer verfügen über keine Bremskraftverstärker bzw. Trommelbremsen rundherum.
  • Die Sicherheitsstandards der Oldtimer sind mit denen moderner Autos nicht zu vergleichen. Insassensicherheit wurde eher „klein“ geschrieben... Der Einbau von 3-Punkt-Gurten für alle deutschen Hersteller und Importeure kam erst zum 01. Juli 1969. Kopfstützenlose Sitze beispielsweise waren in den 1950er bis weit in die 1960er Jahre sehr weit verbreitet. Elektronische Fahrhilfen wie ABS oder gar ESP fehlten ganz!
  • OttoChroms Oldtimer und Youngtimer sind für entspannte Touren gedacht. Also bitte kein Burnout, Donut oder ähnliches mit einem Klassiker von OttoChrom... Vermeiden Sie bitte auch hohe Geschwindigkeiten und hohe Belastungen von Motor und Getriebe.
  • Instrumente, die Wassertemperatur, Öldruck, Batteriespannung und Tankinhalt anzeigen, sind bei einem Oldie immer im Blick zu halten. Sonst wären diese Instrumente damals nicht verbaut worden.
  • Hohe Außentemperaturen ab ca. 30 Grad führen zu einer stärkeren Belastung des Kühlsystems. Die Temperaturanzeige im Sommer bitte noch mehr im Blick behalten als in der kalten Jahreszeit.
  • In klassischen Fahrzeugen kann man Gerüche wie heißes Öl, Benzin, Abgase oder ähnliches viel deutlicher wahrnehmen als in modernen Autos. Das ist völlig normal. ABER: überkochendes Kühlwasser, schmorende Kabelverbindungen etc. haben ganz eigene Gerüche. Gerüche die bei Fahrzeugübernahme noch nicht wahrnehmbar waren und erst während der Fahrt auftreten, sollten Sie unbedingt rechtzeitig nachverfolgen, um Schäden zu vermeiden.
  • Türschlösser, Zündschloss oder das Handschuhfachschloss können nach vielen Jahren etwas hakelig sein. Bitte niemals Gewalt anwenden, sondern immer mit viel Gefühl an die Sache herangehen.
  • Frühe Abgasanlagen laufen oft recht prominent unter dem Fahrzeugboden entlang. Besonders bei Schwellern in verkehrsberuhigten Zonen sehr vorsichtig über die Hindernisse fahren.
  • Bitte keine Scheu haben und im Falle des Falles lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Eigentümer des Autos anrufen.
  • Selbstverständlich erhalten Sie bei der Fahrzeug-Übernahme eine ausführliche Einweisung in die Bedienung und die Besonderheiten Ihres Oldtimers.